Russian
 

Boxweltmeister wird Franchisenehmer!

 
 
Noch in diesem Jahr will Nikolai Valuev, amtierender Boxweltmeister im Schwergewicht, ein eigenes Schnitzelhuber-Restaurant in Nürnberg eröffnen. Die Verträge wurden kürzlich unterschrieben. Zusammen mit dem Franchisegeber ist der Spitzensportler nun auf der Suche nach geeigneten Standorten.
 
Mit dem Franchisevertrag will der 2,13 m große Russe die Weichen für die Zeit nach seiner Boxkarriere legen. „Ursprünglich hatte ich mit dem Gedanken gespielt, ein russisches RestDeutschland zu eröffnen“, so Valuev im Gespräch mit food-service. Weniger risikoreich erschien ihm dann aber die Partnerschaft mit einem etablierten QSR-Spezialisten.

Die Schnitzelhuber-Produkte, die er im Rahmen einer Promotionveranstaltung eines anderen Franchisenehmers kennen lernte, überzeugten den Boxchampion: „Schnitzelhuber hat das Unmögliche geschafft: Fast-Food in absoluter Spitzenqualität anzubieten.“ Das Sortiment widerspricht im übrigen nicht seiner Sportlerdiät: Die Gastro-Kette legt wert auf Salat-Kombis. Das Schnitzel hat nur 10 % Fett. Valuev tritt mit seinem neuen Gastro-Engagement in die Fußstapfen anderer Profiboxer, die nach ihrer sportlichen Laufbahn im Businessumfeld von F&B aktiv wurden: Henry Maske ist seit 2000 Franchisenehmer von mittlerweile sechs McDonald’s Restaurants. Max Schmeling erwarb bereits in den 50er Jahren eine Coca-Cola Lizenz. Die Klitschko-Brüder werben für Ferrero.
 
Was fasziniert den studierten Sportler an der Gastronomie? „Ich bin viel unterwegs und esse regelmäßig außer Haus.“ Wenn’s schnell gehen muss auch in Fast-Food-Restaurants. Quickservice, ist der Russe überzeugt, habe derzeit die größten Erfolgspotenziale. Der Markt – so habe er in Russland beobachtet – wachse selbst in Krisenzeiten. Apropos Russland. Das Land ist ein durchaus interessanter Zielmarkt für Schnitzelhuber. Valuev, eine angesehene Persönlichkeit in seinem Heimatland, will den Partnern helfen, dort Fuß zu fassen: „Dieses Schnitzelkonzept funktioniert garantiert auch in Russland“, so der Boxer. „Fleischgerichte sind bei uns sehr beliebt.“ In Deutschland zählt der Weltmeister hingegen gerade in der Startphase auf tatkräftige Unterstützung seitens der Franchisegeber.
 
Eine gemeinsame Werbekampagne ist ebenfalls in Vorbereitung: Der Box-Riese soll unter anderem die knusprigen XXL-Schnitzel der QSR-Kette bewerben. Das erste Schnitzelhuber-Restaurant eröffnete 2004 in Mühlheim a. d. Ruhr. Mittlerweile zählt das Unternehmen vier Betriebe in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, darunter ein Franchisebetrieb. Für fünf weitere Stores wurden bereits Franchiseverträge unterzeichnet. Seit Oktober 2008 ist die Investmentgesellschaft Paarl Equity in Frankfurt an dem Unternehmen beteiligt.